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Warum Hunde graben und buddeln

Warum Hunde graben und buddeln

Wenn einem früher oder später die gerade erst liebevoll neu gepflanzten Petunien und Rosenbüsche um die Ohren fliegen, dann wird uns bewusst, dass Hunde gern graben und buddeln. Und auch, wenn dieses Bild vielleicht etwas übertrieben klingen mag – in meinem Garten ist genau das passiert. Aber böse konnte ich meinen beiden Fellnasen trotzdem nicht sein, denn es war meine eigene Schuld. Ich hatte sie beide – zwei junge mittelgroße und energiegeladene Mischlingshunde (Labrador-Husky-Schäferhund-Collie…) – für ein paar Minuten unbeaufsichtigt frei im Garten spielen lassen. Und als ich dann die wunderschönen dunkelbraunen Pfotenabdrücke in meiner Küche entdeckte, da wusste ich schon, dass mein Blumenbeet umdekoriert worden war.

Das Graben und Buddeln von Hunden ist so tief in ihrer DNA vergraben, dass es nur sehr schwer ist, das einem Hund abzugewöhnen. Viel besser ist es hier, unseren Fellnasen eine oder drei oder vier Stellen zu bieten, wo sie sich mit ihrer Buddellust so richtig austoben können. (Und um den ein oder anderen Blumen eine faire Überlebenschance zu geben.)

Hunde graben, weil es ihr Instinkt so vorschreibt. In der freien Wildbahn z.B. graben Wölfe manchmal nach Kleintieren als Zwischenmahlzeit. Es ist auch bekannt, dass diese Tiere die ein oder andere Wurzel zum Nagen mögen. Ein Weibchen wird sich eine Höhle ausgraben, wo sie ihre Jungen geschützt großziehen kann.

Golden Retriever buddelt ein Loch im Garten

Nicht den Kopf in Sand (Erde) stecken, wenn der Hund ein Loch gräbt

Diese Instinkte sind in unseren Hunden immer noch sehr stark präsent und so vergraben sie überschüssiges Futter oder manchmal auch Spielzeuge. Hunde in unserer heutigen Welt graben und buddeln manchmal auch aus reiner Langeweile, um überschüssige Energie abzubauen. Es ist eine gute Aktivität die Kraft und Ausdauer verlangt – und Hunde wollen und müssen sich irgendwo austoben. Eltern bringen ihre Kinder zum Spielplatz, wo sie in Sandkisten spielen können. Das Prinzip ist eigentlich nicht anders.

Wenn Du also die Möglichkeit hast, Deinem Vierbeiner im Garten eine oder zwei Stellen anzubieten, an denen er/sie die aufgestaute Energie so richtig ausleben kann, dann wäre das die beste Option. Denn das Graben macht unsere Fellnasen glücklich. Falls Du jedoch keinen Garten hast oder keine Möglichkeit, diese Aktivität dort mit einzubauen, dann solltest Du dafür sorgen, dass Dein Hund seine Energie anderweitig loswerden kann. Lange Spaziergänge, Schwimmen, Wandern, Radfahren oder Inlineskaten… es gibt so viele Möglichkeiten. Und die Blumen werden es Dir danken.

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